Carl Adolph Gottlob von Schachmann entstammt einer Familie, deren Geschichte bis in die Zeit der Hanse zurückreicht. Die Familie Schachmann verkörpert den Aufstieg des Bürgertums zum Landadel.
Carl Adolphs Urgroßvater Jakob Schachmann (1527-1586) verließ die Handelsmetropole Danzig als erfolgreicher Kaufmann und investierte seine Gewinne in schlesische Güter.
Über die Generationen mehrten die Schachmanns ihren Besitz: Joachim erwarb um 1650 das Rittergut Königshain in der Oberlausitz.
Carl Adolphs Vater Ernst Moritz von Schachmann (1689–1752), der als Major in sächsisch-polnischen Diensten stand, führte die Familie zu gesellschaftlicher Anerkennung.
Doch die prägende Figur wurde seine Mutter: Sophia Magdalena Freiin von Nostitz, die ihm die Welt der Herrnhuter Brüdergemeine öffnete. Diese religiöse Erweckungsbewegung, die Pietismus und praktische Weltgestaltung verband, sollte Carl Adolph lebenslang prägen.
So wuchs Carl Adolph zwischen zwei Welten auf: der traditionellen Adelswelt seines Vaters und der aufgeklärten Frömmigkeit seiner Mutter.