Wo heute nur noch Reste von Wirtschaftsgebäuden aus Feldstein an Schachmanns innovative Gutswirtschaft erinnern, stand einst eine der modernsten Schäfereien der Oberlausitz. Hier verwirklichte Schachmann seine Ideale in der Praxis.
1779 schaffte Schachmann als einer der ersten deutschen Grundherren die Erbuntertänigkeit ab und verwandelte seine Bauern in bezahlte Pächter. Diese soziale Reform verband er mit wissenschaftlicher Landwirtschaft: Seine Schäferei war Teil des sächsischen Merino-Zuchtprogramms, das Sachsen zum europäischen Zentrum der Wollproduktion machte.
Schachmann zeigte: Menschlichkeit und Wirtschaftlichkeit schließen sich nicht aus – ein Modell, das seiner Zeit voraus war.