
Buchillustration zu „Beobachtungen über das Gebirge bey Koenigshain“
Panoramablick auf Schachmanns Heimat. Diese Grafik leitet sein wissenschaftliches Hauptwerk „Beobachtungen über das Gebirge bey Königshain“ ein. Im Vordergrund friedliche Felder, im Zentrum die Siedlung mit Kirchturm. Die lateinische Inschrift „Nullum est sine nomine saxum“ aus Lukans Troja-Beschreibung verkündet Schachmanns Forschungsanspruch: Jeder Stein, jeder Felsen birgt eine Geschichte, die es zu entschlüsseln gilt.

Schloss Königshain
Schachmanns architektonisches Meisterwerk in harmonischer Landschaftskulisse. Das elegante dreiflügelige Barockschloss, ab 1764 errichtet, verkörpert seine Vision einer aufgeklärten Grundherrschaft. Ein knorriger Baum im Vordergrund leitet den Blick zum symmetrischen Gebäude mit seinen klaren Proportionen. Diese Zeichnung zeigt Schachmanns Erfolg als Bauherr – französische Eleganz, perfekt eingebettet in die oberlausitzische Kulturlandschaft.

Die S.W. Seite des Hohsteins
Lebendiges Treiben am beliebten Aussichtsfels. Schachmanns Zeichnung dokumentiert die frühe Tourismuskultur: Drei Personen auf dem Gipfel blicken mit einem Fernrohr nach Bautzen und Görlitz, Familien vergnügen sich am „Rutschstein“, ein Kutscher versorgt die Pferde. Links rahmt ein Torbogen die Szene. Das Bild zeigt, wie Naturschönheit und geselliges Vergnügen bereits im 18. Jahrhundert harmonierten.

Der Fürstenstein
Nordblick zum ehemaligen Vulkan Landeskrone. Schachmanns Auge für geologische Besonderheiten zeigt sich in den gelb-roten Granitfelsen, die wie natürliche Architektursäulen emporragen. Ein Hirte ruht mit seinen Ziegen im Vordergrund – Mensch und Tier in friedlicher Eintracht mit der wilden Steinlandschaft. Diese Zeichnung vereint Schachmanns Interesse an Geologie mit seinem Sinn für idyllische Naturromantik.

Der Todten Stein
Dramatische Inszenierung der wilden Granitlandschaft. Der majestätische Felsen mit seinen massigen Schichten beherrscht die Komposition, während Menschen seine Oberfläche erkunden. Im Vordergrund kontempliert ein Mann mit seinem Hund die Szenerie. Schachmanns Darstellung verbindet geologische Präzision mit romantischer Naturerfahrung – ein steinernes Monument, das Ewigkeit und menschliche Vergänglichkeit gegenüberstellt.

Der Kuckuck Stein
Schachmanns präziser Blick auf eines der geologischen Wunder der Königshainer Berge. Der geschichtete Felsturm mit seiner charakteristischen kreisförmigen Öffnung – dem „Auge“ – gleicht eher einem Adlerkopf als einem Kuckuck. Ein Jäger mit Hund ruht am Fuße des Steins. Die Lichtöffnung, durch die zur Wintersonnenwende ein Sonnenstrahl fällt, faszinierte möglicherweise bereits den naturforschenden Schachmann.

Ansicht des Hohensteins bei Königshain
Der Hochstein aus nordwestlicher Sicht – Schachmanns dokumentarischer Blick auf die heimatlichen Königshainer Berge. Die massiven Granitfelsen thronen über einer Alltagsszene: Ein Bauer pflügt mit Ochsen das Feld. Diese Gegenüberstellung zeigt Schachmanns Kunstverständnis – monumentale Natur und menschliches Wirken in harmonischem Dialog. Die französische Bildunterschrift verrät den europäischen Anspruch des Oberlausitzer Adeligen.

Bauernhaus
Idyllisches Landleben in der Oberlausitz des 17. Jahrhunderts. Schachmanns detailgetreue Darstellung zeigt ein Fachwerkhaus mit Reetdach, eingebettet in sanfte Hügellandschaft. Zwei Figuren beleben die Szene und verleihen ihr menschliche Wärme. Große Bäume spenden Schatten, ein Zaun rahmt das Bild. Diese Zeichnung dokumentiert das harmonische Zusammenleben von Mensch und Natur in Schachmanns Heimatregion.

Der Hohenstein by Koenigshayn
Südansicht des imposanten Hochsteins – Schachmanns geologisches Interesse trifft auf touristische Realität. Massive Granitfelsen mit rauer Textur, bekrönt von einem kleinen Pavillon und einer schützenden Steinbrüstung für Ausflügler. Ein Mann führt Vermessungen durch, während sich Besucher an der Aussicht erfreuen. Wissenschaftliche Neugier und Freizeitvergnügen in harmonischer Coexistenz der Aufklärungszeit.